Menschlicher Schädel

Menschlicher Schädel

Schädel zur Demonstration von Handgriffen

Der menschliche Schädel ist beweglich und versorgt unser Blut-, Nerven- und Hormonsystem. Er weitet sich mit der Einatmung aus und zieht sich mit der Ausatmung zusammen.

Unser Schädel besteht aus 22 Knochen, die größtenteils durch bindegewebige Nähte (Suturen) miteinander verbunden sind. Suturen gehören zu den unechten Gelenken.

Der Schädel gliedert sich in den Gesichtsschädel (15 Knochen), der die knöcherne Grundlage des Gesichts bildet. Dort befindet sich auch das Hormonsystem.

Der Gehirnschädel (7 Knochen) umschließt und beschützt das Gehirn und ist über die Schädelbasis mit der Halswirbelsäule, Nervenbahnen und Blutgefäßen verbunden. Durch verschiedene Öffnungen an der Schädelbasis treten die Hirnnerven und Blutgefäße ein und aus. Einer der Hirnnerven ist der Vagus, der einen enormen Einfluss auf den gesamten Bewegungsapparat hat.

Gehirn und Rückenmark sind von einer Schutzhülle (Dura Mater) umgeben, die vom Kopf bis zum Kreuzbein reicht. In dieser Hülle fließt eine Schutzflüssigkeit, der Liquor, der das Gehirn und Rückenmark rhythmisch umspült.
Beide Schädelanteile sind miteinander verbunden und sollten frei zu einander beweglich sein.
Durch verschiedene Traumata und Verklebungen in den Faszien kann es dazu kommen, dass die Schädelplatten blockieren und der Schädel sich nicht mehr bewegt.

Bei Spannungen der Schädel-Muskeln kann sich die Ausrichtung der Schulter, der Wirbelsäule und des gesamten Körpers verändern.

Kieferorthopädie (z.B. Retainer oder Zahnspangen) kann massive Spannungen im Schädel verursachen.

Eine blockierte Schädelstruktur, die unter Spannung steht, kann zu vielen Störungen führen, wie z.B.

  • steifer Nacken
  • akute oder chronische Schulterbeschwerden
  • Kieferprobleme (CMD)
  • Tinnitus, Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne
  • Druck in den Augen, verschwommenes Sehen
  • Störungen im Speichelfluss
  • Minderversorgung der Zähne bis hin zu Zahnverlust
  • verstärktes Schnarchen und Mundatmung
  • Störung der autonomen Atmung

In der AHNF mobilisieren wir die Schädelknochen mit dem Ziel, den mechanischen Druck auf Hirnnerven, Blutgefäße und Muskulatur zu verringern.

Unser Ansatz zielt darauf ab,
die Beweglichkeit der Schädelknochen zu fördern und die natürlichen Abläufe im Bereich von Gehirn und Rückenmark zu unterstützen. WElche Veränderungen sich im Einzelfall ergeben, hängt von der individuellen Ausgangssituation ab. 

Melzner beim Behandeln